Was ist Filmkörnung?

Körnung ist die feine, zufällige Struktur, die man auf Filmfotos sieht, vor allem in Himmeln, Schatten und anderen glatten Flächen. Es ist kein Staub oder eine Beschädigung. Es ist das, woraus das Bild besteht. Hier erfährst du, woher sie kommt und wie du sie bei Handyfotos einsetzt.

Vom DisCam-Team ·

Woher die Körnung kommt

Film ist mit winzigen lichtempfindlichen Silberhalogenidkristallen beschichtet. Durch die Entwicklung werden die Kristalle, die Licht eingefangen haben, zu Silberkörnchen. Bei Farbfilmen werden diese Körnchen anschließend durch winzige Farbstoffwolken ersetzt.

Diese Körnchen und Wolken sind zufällig und in Klumpen verstreut. Vergrößert man ein Bild, nimmt das Auge sie als Struktur wahr. Diese Struktur ist die Körnung.

Schnellerer Film, stärkere Körnung

Die Empfindlichkeit eines Films, seine ISO-Zahl, gibt an, wie lichtempfindlich er ist. Schnellere Filme, wie 400 oder 800, fangen mit größeren Kristallen mehr Licht ein, eignen sich also für dunkle Szenen, zeigen aber mehr Körnung als ein langsamer Film wie 100.

Deshalb enthalten Filmnamen oft eine Zahl. DisCam folgt derselben Idee: Mono 400 und Noir 400 sind seine körnigsten Filme, und Chrome, mit seinem klaren Kontrast eines Diafilms, hat die feinste Körnung.

Körnung ist kein Rauschen

Digitales Bildrauschen entsteht, wenn ein Kamerasensor bei schwachem Licht kämpft. Es zeigt sich als Helligkeitspunkte und Farbflecken, und Handys arbeiten hart daran, diese zu glätten. Wenn sie zu stark geglättet werden, wirken Haut und Himmel wächsern und künstlich.

Die Filmkörnung ist feiner und gleichmäßiger und fügt sich natürlich in die Mitteltöne ein. Wenn du einem Handyfoto ein wenig davon hinzufügst, erhältst du einen Teil der Textur zurück, die durch das ganze Glattbügeln verloren gegangen ist.

Wie viel ist genug?

Beurteile die Körnung in der Größe, in der man das Foto normalerweise sieht, also meistens auf einem Handybildschirm. Wenn dir die Körnung vor dem eigentlichen Motiv auffällt, ist es zu viel.

  • Farbfotos: Halte sie dezent. Ein wenig Textur reicht aus.
  • Schwarzweiß: Hier kannst du mutiger sein. Starke Körnung passt oft gut zu Mono.
  • Große Abzüge zeigen Körnung deutlicher als kleine Bildschirme.
  • Soziale Netzwerke komprimieren Fotos, wodurch aus starker Körnung schnell Flecken werden können.

Körnung ist nur ein Teil des Looks

Körnung allein lässt ein Foto nicht wie Film aussehen. Sie wirkt im Zusammenspiel mit dem Rest: wie der Film Farben verschiebt, Kontraste an den Rändern weicher zeichnet und helles Licht zum Leuchten bringt. Unser Ratgeber dazu, wie Fotos wie analoger Film aussehen, behandelt jeden Teil.

Körnung in DisCam

Jeder DisCam-Film hat Körnung in seinem Rezept, und der Schieberegler für Körnung verstärkt oder verringert sie von 0 bis 100 %. Jedes Foto erhält sein eigenes Körnungs-Muster, sodass kein zweiter Abzug exakt dieselbe Textur teilt, genau wie bei den Bildern auf einer echten Filmrolle.

  • Original bleibt nah am Original, mit ein wenig Körnung.
  • Mono 400 ist absichtlich körnig.
  • Möchtest du es auf einem Foto ausprobieren, das du bereits hast? Der kostenlose Online-Filmfilter fügt in deinem Browser die gleiche Körnung hinzu.
  • Original

  • Soft

  • Mono 400

  • Noir

Zwei Freunde mit Eiswaffeln lachen bei einem Selfie an einem Kanal in Amsterdam. Dasselbe Foto, entwickelt mit 4 Filmen.

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